UNSERE GESCHICHTE:

Die Anfänge von KIWI in der Nachkriegszeit

„Das Schöne an der schweren Zeit war der Zusammenhalt“
(Maria Schmid, Mitarbeiterin bei KIWI von Anbeginn bis 1984)

Großer Idealismus und beherzter Einsatz führten 1948 zur Gründung des „Wiener Kinderrettungswerks“. Die Initiative hatte sich zum Ziel gesetzt, den Kindern der Nachkriegszeit durch Aufnahme in Kindergärten und Horte oder Erholungsfürsorge in den Bundesländern die alltägliche Not zu lindern. Ein warmes Dach über dem Kopf und regelmäßiges Essen waren die ersten, bescheidenen Ansprüche in den 23 Kindergarten- und 11 Hortgruppen. 1.100 Kinder wurden damals bereits betreut.

Der gesellschaftliche und wirtschaftliche Wandel der 1960er Jahre brachte in organisatorischer und pädagogischer Hinsicht einige Veränderungen für das Wiener Kinderrettungswerk. Die ersten Schritte in Richtung Weiterbildung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden gesetzt, erste Ansätze der Öffentlichkeitsarbeit initiiert und die Ausstattung wurde verbessert. In den 1970er Jahren führte der sogenannte „Pillenknick“ zu einem stetigen Rückgang der Kinderzahlen in den Einrichtungen. Die gute wirtschaftliche Situation des Vereins blieb davon jedoch noch unbelastet.

 „Also krempelten wir die Ärmel hoch und setzten uns mit dem Windrad in Bewegung.“
(Monika Franta, erste Geschäftsführerin von KIWI von 1985 - 1994)

Die 80er und 90er bei KIWI

Als Mag.a Eva Petrik 1985 zur neuen Obfrau des Wiener Kinderrettungswerks gewählt wurde, stand ihr mit Monika Franta erstmals eine Geschäftsführerin zur Seite. Aus dem Wiener Kinderrettungswerk wurde „Kinder in Wien“, kurz KIWI. Ein modernes Logo, ein grün-gelbes Windrad, unterstützte den neuen Auftritt. 

Ende der 1980er Jahre wurde in der Organisation vieles weiterentwickelt und KIWI setzte Maßstäbe in der Wiener Kindergartenpädagogik: Eine pädagogische Fachberaterin wurde eingestellt, die erste KIWI-Publikation veröffentlicht, eine vielbeachtete Enquete unter dem Titel „Kinder: aufgehoben – abgeschoben“ organisiert und mit dem Projekt „Gstätten retten“ wurden brachliegende Grundstücke in naturnahe Spielplätze verwandelt.

Der Schwung aus den 1980er Jahren mündete 1992 in die Entwicklung eines ersten Leitbildes. Das KIWI-Windrad wurde von einem neuen Logo abgelöst: Ein buntes Puzzle aus verschiedenen, färbigen Bausteinen betont bis heute die Vielfalt der Organisation.

KIWI entwickelt sich und wächst – Die Geschäftsführung von Monika Riha und Ingrid Fröhlich

„Uns obliegt die Bildung der nächsten Generation für eine Welt, die wir alle nicht kennen.“
(Monika Riha und Ingrid Fröhlich, gemeinsame Geschäftsführung von 1997 bis 2014)

1994 übernahm Ingrid Fröhlich die Geschäftsführung von KIWI. Von 1997 bis 2014 teilte sie die Verantwortung mit Monika Riha. Ingrid Fröhlich leitete dabei den wirtschaftlichen Bereich, Monika Riha den pädagogischen. Die duale Geschäftsführung von Ingrid Fröhlich und Monika Riha war gekennzeichnet von einer quantitativen und qualitativen Weiterentwicklung des Vereins. In den mehr als 15 Jahren gemeinsamer Verantwortung wuchs die Zahl der KIWI-Standorte von 12 auf 71, die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von 108 auf knapp über 1.000 und die Zahl der betreuten Kinder von 700 auf rund 5.400.

Modell „Altersweiterte Gruppen“

Mit dem Modellprojekt „Alterserweiterte Gruppen“ übernahm KIWI 1997 eine Pionierrolle, indem die gemeinsame Betreuung von Kindern im Alter zwischen einem und sechs Jahren eingeführt wurde. Herzstück von KIWI war und ist die Qualitätsentwicklung und -sicherung. Rund 300 KIWI-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter waren an der Entwicklung von drei Qualitätshandbüchern für alterserweiterte Gruppen, Kindergarten- und Hortgruppen, inklusive eines Evaluierungssystems, beteiligt. Seit 2003 bestimmt eine KIWI-Gesamtkonzeption die pädagogische Ausrichtung. 2004 wurde das KIWI-Leitbild neu erarbeitet.

Die Fachberatungsebene bei KIWI

In den 2010er-Jahren wurde die Fachberatungsebene neu aufgestellt und ausgebaut. Sie besteht nun aus fünf pädagogischen Fachberaterinnen, zwei bilingualen Fachberatern sowie vier kinderpsychologischen Fachberaterinnen. Externe Fachberater und Qualitätsentwickler sowie ein Entwicklungsdiagnostiker runden das Profil der Fachberatung bei KIWI ab. Besonders wichtig ist KIWI eine konstruktive Erziehungspartnerschaft mit den Eltern. Für sie bietet KIWI regelmäßig Beratungs- und Informationsveranstaltungen an.

Regionalmanagement neu

Um die Kindergärten und Horte bestmöglich bei ihrer Qualitätsentwicklung zu unterstützen und das Wachstum bei KIWI auch organisatorisch zu begleiten, wurden 2007 die KIWI-Standorte in drei Regionen und ab 2014 in vier Regionen eingeteilt. An der Spitze der Regionen stehen die Regionalmanagerinnen (bis September 2015 Regionalleiterinnen genannt), die in ihrer Region sowohl für das Qualitätsmanagement als auch für das wirtschaftliche Controlling zuständig sind. Sie managen und begleiten ihre Region und sind für die Umsetzung der pädagogischen und wirtschaftlichen Ziele verantwortlich.

Die neue duale Geschäftsführung von Monika Riha und Thomas-Peter Siegl, MBA

Nach der Pensionierung von Ingrid Fröhlich hat Thomas-Peter Siegl, MBA im Jänner 2015 die Funktion als wirtschaftlicher Geschäftsführer übernommen. Monika Riha, die seit knapp 20 Jahren als Geschäftsführerin bei KIWI tätig ist und wesentlich an der Entwicklung der pädagogischen Konzepte beteiligt war, bleibt auch weiterhin pädagogische Geschäftsführerin. Thomas-Peter Siegl, MBA zeichnet sich durch langjährige Managementerfahrung und umfassendes wirtschaftliches Know-how aus. Die neue duale Geschäftsführung von Monika Riha und Thomas-Peter Siegl, MBA hat den Erfolgskurs von KIWI fortgesetzt und freut sich, neuen Herausforderungen mit Innovation und Kreativität zu begegnen.

KIWI heute

KIWI zählt heute mehr als 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bildet, begleitet und betreut rund 7.000 Kinder an 90 Standorten in ganz Wien. KIWI zeichnet sich durch höchste pädagogische Qualität aus: Durch die zahlreichen Weiterbildungsmaßnahmen von KIWI sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stets am neuesten Stand der Dinge, was Pädagogik betrifft. Getreu dem Motto: „Wenn es etwas gibt, das du besser machen kannst, dann finde es“, legt KIWI viel Wert auf Qualitätssicherung und -entwicklung. Bei KIWI wird Bewährtes mit Innovation und Kreativität verbunden, um den Kindern eine spannende und erfahrungsreiche Zeit in unseren Institutionen bieten zu können. Vernetzung und Wissenstransfer sind KIWI sehr wichtig, denn am besten lernt man von- und miteinander. „In Freude miteinander wachsen“ sind bei KIWI keine leeren Worte, sondern gelebte Wirklichkeit.

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